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Private Krankenversicherung

Die Krankenversicherung kommt für ärztliche Behandlung, Unterbringung im Krankenhaus, Materialien und Medikamente auf.

Während Sie in der gesetzlichen Krankenversicherung einen einheitlichen Leistungskatalog bekommen, der Beitragssatz aber unterschiedlich ausfallen kann, bestimmen Sie in der privaten Krankenversicherung Ihre Leistungen selbst. Sie bestimmen also, welche Leistungen Ihnen besonders wichtig sind. 

Was ist versichert?

Die Krankenversicherung kommt für ärztliche Behandlung, Unterbringung im Krankenhaus, Materialien und Medikamente auf. Auch Ihr Einkommensausfall und Folgerisiken, wie die Pflege, werden in gewissem Umfang bezahlt.

Für wen ist die Versicherung wichtig?

In kaum einer Sparte gehen die Meinungen zu dieser Frage weiter auseinander. Grundsätzlich besteht in Deutschland die Versicherungspflicht. Sie müssen also versichert sein. Ob gesetzlich oder privat ist aber von sehr vielen Faktoren abhängig und oft auch von Ihren persönlichen Prioritäten und finanziellen Mitteln. 

Wichtig ist, dass es bei der privaten Krankenversicherung keine Familienversicherung gibt. Jedes Familienmitglied muss also einzeln versichert werden und zahlt entsprechend auch Beiträge. In der gesetzlichen Krankenversicherung ist Ihr Beitrag dagegen nur von Ihrem Einkommen abhängig. Was die Beiträge betrifft, spricht eine größere Familie also eher für die gesetzliche Krankenversicherung, während die private Krankenversicherung eher für Kinderlose mit hohem Einkommen interessant scheint. 

Saubere Bedarfsermittlung!

Wir möchten Ihnen aber dringend ans Herz legen, den Vergleich Ihrer Krankenversicherung nicht nur auf den Beitrag zu reduzieren. Es ist fast unmöglich, vorherzusehen, wie sich der Beitrag über die nächsten 20 – 50 Jahre entwickeln wird. Je nach Ihrem Alter sind Sie aber so lange bei einer Krankenversicherung versichert. 

Sie sollten sich bei Ihrer Entscheidung danach richten:  

  • Welche Leistungen Ihnen wichtig sind. 
  • Beitragsentwicklung des Versicherers in der Vergangenheit. 
  • Welche Tarifoptionen und Wechselmöglichkeiten der Versicherer bietet.

Gerade bei der Krankenversicherung sollten Sie den Rat eines Profis einholen. Die Tarife sind unserer Meinung nach zu komplex und verschieden, um sie selbst zu vergleichen.

Telefonische Beratung

Wir beraten Sie gerne bei der Wahl der passenden Versicherung. Sie können dazu ganz bequem Ihren Wunschtermin online buchen.

Steffen Zaiser

Spezialist Personenversicherungen
Betriebswirt (VWA)

Matthias Wiegelmann

Key Account Manager
Kfm. für Versicherungen & Finanzen

Was ist ein Basistarif?

Dieser Tarif stellt eine Besonderheit dar. Er muss von jedem Versicherer angeboten werden und versichert zumindest die Leistungen der gesetzlichen Versicherung. Außerdem darf der Versicherer Ihnen den Abschluss dieses Tarifs nicht verweigern, unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand oder Ihrem Alter. Der Tarif ist also Ihr Plan B, wenn sonst keine Versicherung möglich ist. 

Was kostet eine Krankenversicherung?

Die Beiträge der Krankenversicherung sind besonders von den Faktoren abhängig:

  • Das gewählte Leistungspaket / der Tarif
  • Ihr Alter
  • Ihr Gesundheitszustand
  • Der gewählte Selbstbehalt

Wichtig zu wissen: Mit einem Teil der Beiträge in der privaten Krankenversicherung werden Rückstellungen gebildet, die sog. Altersrückstellungen. Sie sollen dafür sorgen, dass Ihre Beiträge im Alter möglichst bezahlbar bleiben. Leider ist es ohne Detailkenntnisse und Analyse der Bilanzen der Versicherung kaum möglich, die Höhe der Rückstellungen zu bewerten. Gesetzlich vorgeschrieben sind seit dem Jahr 2000 min. 10 % der aktuellen Beiträge. Bei soliden Versicherern ist der Anteil allerdings deutlich höher. Ein reiner Beitragsvergleich sagt also leider wenig über die Qualität der Versicherung aus.

Sind Sie nicht mehr 100 % gesund, sollten Sie in jedem Fall eine anonymisierte Voranfrage bei mehreren Versicherungen stellen. So können Sie die tatsächlichen Beiträge, ggf. mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen, vergleichen. Das können Sie allerdings nicht alleine. Wir als Versicherungsmakler übernehmen das gerne für Sie.

Ist eine Selbstbeteiligung in der Krankenversicherung sinnvoll?

Ein Selbstbehalt kann Ihre Beiträge erheblich reduzieren. Eine Selbstbeteiligung bedeutet grundsätzlich, dass Sie einen festgelegten Teil Ihrer Krankheitskosten pro Jahr selbst tragen müssen. Die Versicherung erstattet nur die Kosten, die über diesen Betrag hinausgehen. Der Höchstbetrag für eine Selbstbeteiligung darf bei max. 5.000 EUR im Jahr liegen. Bis zu dieser Summe ist fast alles möglich. Sie sollten aber den doppelten Selbstbehalt ohne Probleme aus Ihrem freien Vermögen zahlen können. So ist sichergestellt, dass Sie auch bei einer Erkrankung über den Jahreswechsel nicht in finanzielle Schwierigkeiten kommen.

Wie wichtig sind Fragen zu meinem Gesundheitszustand?

Beim Abschluss einer Krankenversicherung fragt der Versicherer ausführlich nach Ihrem Gesundheitszustand und schreibt meist auch Ihre Ärzte an. Sie sollten alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig beantworten. Im Zweifel sollten SIe Ihren Arzt selbst anschreiben und die Fragen beantworten lassen oder sich zumindest eine Kopie Ihrer Akte schicken lassen. Nur so können Sie sicherstellen, dass der Versicherer wirklich alle zukünftigen Behandlungen zahlt und Ihr Versicherungsschutz auch erhalten bleibt.

Was kann ich bei der Krankenversicherung in der Steuererklärung angeben?

Ihre Beiträge für eine Basisabsicherung in der privaten Krankenversicherung gelten als Vorsorgeaufwendungen und sind als Sonderausgaben steuerlich vollständig absetzbar. Die Basisabsicherung ist der Teil der Leistungen, der etwa mit der gesetzlichen Krankenversicherung vergleichbar ist. Ihr Versicherer wird Ihnen den Anteil gesondert ausweisen.
Bei der Steuererklärung geben Sie den gesamten Versicherungsbeitrag an – einschließlich des Anteils, den Ihr Arbeitgeber durch einen Zuschuss finanziert.
Grundsätzlich ist die Krankenversicherung inkl. aller Beiträge für Familienmitglieder, in unbegrenzter Höhe absetzbar.

Was ist bei Laufzeit und Kündigung zu beachten?

Sie können Ihre Krankenversicherung mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres kündigen. Bitte beachte aber, dass es bei einigen Tarifen eine Mindestlaufzeit von zwei Jahren gibt.
Aufgrund der Versicherungspflicht in der Krankenversicherung wird eine Kündigung grundsätzlich nur dann wirksam, wenn Sie die Annahmebestätigung einer neuen Versicherung vorweisen können. Sie sollten also rechtzeitig beginnen, damit Sie ausreichend Zeit für einen Tarifvergleich und ggf. anfallende Arztanfragen haben.
Grundsätzlich sollten Sie sich den Wechsel der privaten Krankenversicherung gut überlegen. Bei einem Wechsel verlieren Sie zumindest einen Teil Ihrer Altersrückstellungen. Es ist eine neue Gesundheitsprüfung notwendig und es ist auch nicht sichergestellt, dass sich der neue Versicherer stabiler entwickelt als der Alte. Einen Wechsel sollten SIe also nur dann in Betracht ziehen, wenn Sie mit den Leistungen mittlerweile unzufrieden sind oder die Beiträge Ihres Tarifs total aus dem Ruder laufen. In dem Fall sollten Sie unbedingt auch prüfen, ob sich ggf. ein Wechsel in einen anderen Tarif beim gleichen Versicherer lohnt. 

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