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Risikolebensversicherung

Die Lebensversicherung zahlt eine vereinbarte Versicherungssumme aus, sollte die versicherte Person innerhalb der vereinbarten Laufzeit sterben.

Was ist eine Risikolebensversicherung?

In der Lebensversicherung vereinbaren Sie mit der Versicherung eine bestimmte Todesfallsumme und eine Laufzeit. Die Auszahlung wird fällig, wenn versicherte Person während der Vertragslaufzeit stirbt.
Wer die Auszahlung erhält (Begünstigter im Todesfall), wird im Antrag festgehalten und kann grundsätzlich jeder sein, so z. B. Ehe- oder Geschäftspartner, Freunde, Kinder und oft auch Schuldner.

Wann ist die Risikolebensversicherung sinnvoll?

Sie ist dann unverzichtbar, wenn Ihre Familie von Ihnen wirtschaftlich abhängig ist, beispielsweise weil Sie einen großen Teil zum Einkommen beitragen und noch nicht ausreichend Vermögen besitzt, um davon leben zu können. Außerdem eignet sie sich bei einer Finanzierung, um ein Darlehen abzusichern.

Was kostet eine Risikolebensversicherung?

Der Versicherungsbeitrag richtet sich vor allem nach der Todesfallsumme, Ihrem Alter, der Laufzeit und Ihrem Gesundheitszustand. Die meisten Versicherer fragen auch nach riskanten Hobbys und ob Sie Raucher oder Nichtraucher sind.
Sind Sie jung und gesund, reichen oft schon wenige Euro im Monat aus, um Ihre Familie sinnvoll abzusichern.

Telefonische Beratung

Wir beraten Sie gerne bei der Wahl der passenden Versicherung. Sie können dazu ganz bequem Ihren Wunschtermin online buchen.

Steffen Zaiser

Spezialist Personenversicherungen
Betriebswirt (VWA)

Matthias Wiegelmann

Key Account Manager
Kfm. für Versicherungen & Finanzen

Was sind Überschüsse?

Der Versicherer kalkuliert aus Ihren Angaben zum Alter, der Versicherungssumme etc. den Beitrag. Meist geht er dabei sehr vorsichtig vor, was dazu führt, dass er weniger für Todesfälle auszahlt, als Beiträge eingenommen werden. Es entstehen sog. Überschüsse. Sie haben wiederum das Recht, an diesen Überschüssen beteiligt zu werden.
Wir empfehlen, sich diese Überschüsse in Form eines Sofortrabatts gleich auf den Beitrag anrechnen zu lassen. Sie überweisen dann nur einen geringeren Zahlbeitrag im Gegensatz zum ursprünglich kalkulierten Tarifbeitrag.
Aber Vorsicht! Bei einigen Versicherern liegen Zahlbeitrag und Tarifbeitrag erheblich (bis zu 300%) auseinander. In dem Fall kann sich Ihr Beitrag über die Vertragslaufzeit schnell verdoppeln. Gerade in Zeiten niedriger Zinsen sinken die Überschüsse der Versicherer. Es lohnt also immer auch ein Blick auf den garantierten Tarifbeitrag. 

Welche Leistungsunterschiede gibt es bei der Lebensversicherung?

Auch wenn der Versicherungsfall bei der Risikolebensversicherung zunächst sehr einfach zu beschreiben ist, gibt es im Detail doch erhebliche Unterschiede.
Einige Versicherer verzichten z. B. auf ihr Kündigungsrecht bei unverschuldeter Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflichten. Wenn Sie also unverschuldet falsche Angaben im Antrag gemacht hast, weil Sie z. B. von einem Eintrag in Ihre Krankenakte gar nichts wussten.
Interessant könnten auch sog. Nachversicherungsgarantien sein. Sie geben Ihnen die Möglichkeit, Ihren Versicherungsschutz flexibel an Ihre Lebenssituation anzupassen. Das kann z. B. der Abschluss einer Finanzierung sein, die Geburt eines Kindes etc.

Wie wichtig sind die Fragen zum Gesundheitszustand?

Versicherer sind nicht verpflichtet, einen Versicherungsvertrag mit Ihnen abzuschließen. Sie stellen Ihnen daher meist zahlreiche Fragen, die sie wichtig für eine Beitragskalkulation halten. Bitte beantworten Sie diese Fragen stets ehrlich und vollständig! Sie riskieren sonst, dass der Versicherer im Ernstfall nicht zahlt, was für Ihre Hinterbliebenen verheerende Folgen haben kann.
Je nach Einschätzung Ihrer Antworten, kann der Versicherer den Vertrag ablehnen, mit Risikozuschlägen annehmen oder Leistungsausschlüsse vereinbaren. Das bedeutet, dass er z. B. bei Folgen von Vorerkrankungen nicht zahlt.
Sollten Sie nicht sicher sein, wie einzelne Fragen zu beantworten sind, fragen Sie ggf. bei Ihrem Arzt oder Ihrer Krankenversicherung nach. Oft kann auch eine anonymisierte Risikovoranfrage bei verschiedenen Versicherern sinnvoll sein um die tatsächlichen Beiträge vergleichen zu können.

Kann ich die Risikolebensversicherung in der Steuererklärung angeben?

Die Beiträge zu einer Risikolebensversicherung sind als Vorsorgeaufwendungen von der Einkommensteuer absetzbar. Die Auszahlung ist einkommensteuerfrei. Achten Sie bei der Gestaltung der Versicherung aber darauf, dass keine Erbschaftssteuer anfällt.
Sie sollten immer darauf achten, dass die Person, die den Vertrag abschließt (Versicherungsnehmer) auch Beitragszahler und Bezugsberechtigte Person ist, also die Auszahlung erhält. Die Versicherte Person sollte davon abweichen. Bei gegenseitiger Absicherung von Ehe- oder Geschäftspartnern sollte also immer eine Person die Versicherung auf das Leben der anderen Person abschließen.

Was muss ich bei Laufzeit und Kündigung beachten?

Grundsätzlich können Sie eine Lebensversicherung zu jeder Beitragszahlung (Ende einer Versicherungsperiode) mit einer Frist von bis zu drei Monaten kündigen. Zahlen Sie den Beitrag monatlich, können Sie also einfach auch monatlich (ggf. mit Frist) kündigen.
Wollen Sie Ihre Versicherung wechseln, sollten Sie zunächst den Termin für eine Kündigung in dem aktuellen Vertrag feststellen und rechtzeitig vor einer Kündigung den neuen Vertrag bei einer anderen Gesellschaft abschließen. Bitte beachten Sie, dass die Bearbeitung der Risikofragen länger dauern kann, besonders wenn Ärzte angefragt werden müssen. Sie sollten also nicht zu spät mit der Suche nach einem neuen Versicherer beginnen.
Oft lohnt sich der Wechsel auch gar nicht. Da der Beitrag erheblich von Ihrem Alter abhängen, sind die Preisunterschiede schon wenige Jahre nach Versicherungsbeginn meist erheblich.

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