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Private Unfallversicherung

Leider passieren Millionen von Unfällen jährlich,
meist im Haushalt oder in der Freizeit.

Sind Sie besonders aktiv oder konnen sich nicht gegen Berufsunfähigkeit versichern, ist diese Versicherung besonders wichtig.
So z.B. bei Kindern und Studenten.

Was ist versichert?

Die wichtigste Leistung der Unfallversicherung ist die Zahlung der Versicherungssumme in dem Fall, dass die versicherte Person einen bleibenden körperlichen Schaden nach einem Unfall erleidet, die sog. Invalidität. Im Versicherungsdeutsch ist als Unfall definiert: Ein von außen einwirkendes, plötzliches und unerwartetes Ereignis. Klingt erst mal kompliziert, ist aber eigentlich ganz einfach. Sie dürfen sich den Schaden nicht selbst zugefügt haben (von außen) und es muss plötzlich passieren. Langsam zunehmende Rückenbeschwerden oder Krankheiten fallen also aus.

Welche Zahlung kann ich erwarten?

Die Höhe der Zahlung richtet sich nach der Schwere der Unfallfolgen, dem Invaliditätsgrad. So unangenehm das klingen mag, dieser Invaliditätsgrad wird nach einer Tabelle bestimmt. Je nach geschädigtem Körperteil erhöht sich der Invaliditätsgrad (sog. Gliedertaxe). Ein beschädigter kleiner Finger ist nicht so schlimm wie ein fehlendes Bein. Was nicht in der Tabelle steht, bemisst sich danach, inwieweit die körperliche Leistungsfähigkeit durch die Unfallfolgen insgesamt beeinträchtigt ist. Der Invaliditätsgrad wird gutachterlich durch einen Arzt bzw. eine Ärztin festgestellt. Ausgezahlt wird dann die versicherte Grundsumme, multipliziert mit dem Invaliditätsgrad in Prozent.

Für wen ist die Versicherung wichtig?

Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit, beim Sport und vor allem im Haushalt. Wenn Sie in deiner Freizeit also sehr aktiv sind, haben Sie ein höheres Risiko, einen Unfall zu erleiden. Die gesetzliche Unfallversicherung leistet nur bei Unfällen am Arbeitsplatz, auf dem Weg dorthin oder bei Berufskrankheiten. Gleiches gilt entsprechend für Schüler und Studierende. Besonders wichtig ist die Unfallversicherung, wenn Sie bei einer Invalidität Ihre Wohnung umbauen, besondere Hilfsmittel anschaffen oder eine Haushaltshilfe beschäftigen müssen.

Telefonische Beratung

Wir beraten Sie gerne bei der Wahl der passenden Versicherung. Sie können dazu ganz bequem Ihren Wunschtermin online buchen.

Steffen Zaiser

Spezialist Personenversicherungen
Betriebswirt (VWA)

Matthias Wiegelmann

Key Account Manager
Kfm. für Versicherungen & Finanzen

Warum ist eine Progeression so wichtig?

Wie gesagt, richtet sich die Zahlung nach der Schwere der Unfallfolgen. Auch die finanziellen Auswirkungen sind bei höheren Invaliditätsgraden meist überproportional schlimmer. Bei den meisten Tarifen erhöht sich die ausgezahlte Summe daher noch um die sog. Progression. Dabei handelt es sich um einen Faktor, der die ausgezahlte Summe um den Progressionssatz erhöht.
Die Abbildung zeigt die Höhe der ausgezahlten Summe bei einer Grundsumme von 100.000 EUR mit und ohne Progression (hier 225%). Es ist deutlich zu erkennen, wie die Versicherungssumme ab 25% und nochmals ab 50% überproportional ansteigt.
Bei hohen Invaliditätsgraden ergibt sich damit eine ausreichende Versicherungssumme. Darüber sollten Sie die Grundsumme bei geringeren Invaliditätsgraden aber nicht vernachlässigen, denn viele Versicherer werben nicht mit der Grundsumme, sondern mit der deutlich höheren Summe bei Vollinvalidität. Um die zu erhalten, müssen Sie aber meist wirklich den Kopf unter dem Arm tragen.

Welche Rolle spielt mein Gesundheitszustand?

Ein Versicherer ist nicht verpflichtet Ihnen eine Unfallversicherung anzubieten. Er wird Dir also vor der Annahme diverse Fragen stellen, nach denen er den Beitrag berechnet. Sie sollten diese Fragen unbedingt vollständig und richtig beantworten, sonst riskieren Sie den Versicherungsschutz, wenn Sie ihn brauchen.
Sind Sie vor Vertragsabschluss nicht 100% gesund, kann der Versicherer Risikozuschläge verlangen oder einzelne Vorerkrankungen bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades ausschließen. Das ist aber immer noch besser, als gar nicht versichert zu sein, wenn etwas passiert.

Sollte ich eine zusätzliche Unfallrente abschließen?

Eine Unfallrente kann besonders für Kinder wichtig sein, da diese noch keine Berufsunfähigkeitsrente abschließen können. Eine Invalidität Ihres Kindes kann auch bei Ihnen zu einer Reduzierung des Einkommens führen. Wenn Sie z. B. Ihre Arbeitszeit reduzierst oder Ihre Berufstätigkeit ganz aufgeben müssen, um Ihr Kind betreuen zu können. Eine Absicherung Ihres Kindes ist also dringend zu empfehlen.
Sie sollten Ihren eigenen Einkommensverlust lieber über den Abschluss eines Krankentagegeldes und einer Berufsunfähigkeitsversicherung absichern. Dann sind Sie auch außerhalb eines Unfalls, z. B. bei einer schweren Krankheit, abgesichert.

Was sind alternative Gliedertaxen?

Wie oben beschrieben, hängt die Auszahlung von der Höhe des Invaliditätsgrades ab. Diese wiederum, von den geschädigten Organen oder Körperteilen. Für einzelne Berufsgruppen kann es daher sinnvoll sein, die Gliedertaxe genau anzusehen. Bist Du Musiker, kann der Verlust eines Fingers z. B. dramatische Auswirkungen haben. Hast Du hier Bedarf, sprich unbedingt mit einem spezialisierten Versicherungsmakler. Da ist Spezialwissen gefragt.

Was kostet eine Unfallversicherung?

Die Kosten der Unfallversicherung hängen vor allem von den Faktoren ab:

  • Der Grundsumme
  • Der Progression
  • Ihrem Alter
  • Ihrer beruflichen Tätigkeit
  • Versicherte Zusatzleistungen

Was muss ich bei Laufzeit und Kündigung beachten?

Wechseln Sie die Versicherung, sollten Sie die Zusage der neuen Versicherung bereits haben, bevor Sie den alten Vertrag kündigen.
Kündigen können Sie in der Regel mit einer Frist von drei Monaten zum Ende des Versicherungsjahres. Das muss nicht immer das Kalenderjahr sein. Sie sollten also vor der Kündigung einen Blick in Ihre Versicherungspolice werfen.

Was sollte ich im Schadenfall beachten?

Melden Sie einen Unfall immer so schnell wie möglich! Dabei muss sich der Versicherer ein Bild von Ihrer Situation machen können und ggf. erste Maßnahmen einleiten können um den Schaden so gering wie möglich zu halten.
In den meisten Fällen hat der Versicherer auch das Recht, Sie von einem seiner Ärzte untersuchen zu lassen. Sie können also nicht einfach Ihren Hausarzt bitten, die Invalidität zu bestimmen.
Die Invalidität - also der bleibende Schaden – muss meist innerhalb von 15 Monaten endgültig bestimmt sein. 

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